Das neue, moderne und schonende Facelift

Fragen von Opus Luce (OL) an Herrn Dr. Armand Herberger (Dr. H), Leiter der Musenhof Klinken in Deidesheim

OL: Welche Form des Faceliftings führen Sie in Ihrer Klinik durch?

Dr. H: Das Softlifting.

OL: Was sind die besonderen Merkmale des Softliftings?

Dr. H: Das Gesicht ist eine Einheit, so dass beim Softlifting die Augen Ober- und Unterlider in der Regel gleichzeitig mitgestrafft werden.

OL: Was ist, wenn auch die Augenlider hängen?

Dr. H: Oft handelt es sich um eine sog. genetische Disposition, d.h. es ist eine erbliche Veranlagung.

Heute weiß man, dass diese Problemzonen vom Energiestoffwechsel abgekoppelt sind und weder durch Ernährung noch durch Sport zu beeinflussen sind.

Für viele Frauen ist es frustrierend, es entwickelt sich ein Teufelskreis. Aus Verzweiflung heraus fangen sie wieder an, mehr zu essen, mit dem Ergebnis, dass ihre Probleme noch größer werden.

OL: Wird die Behandlung ambulant durchgeführt?

Dr. H: Die Patienten bleiben in der Regel eine Nacht stationär in der Klinik und können am nächsten Tag ohne Verband wieder nach Hause.

OL: Wann sind die Patienten wieder arbeitsfähig?

Dr. H: Die Patienten sind in der Regel nach 3 – 4 Tagen wieder gesellschaftsfähig und können auch gleich nach dem Eingriff Ihre Arbeit wieder aufnehmen.

OL: Welche Risiken bestehen beim Softlifting?

Dr. H: Wir haben das Softlifting in unserer Klinik entwickelt und in den letzten 25 Jahren sicher 15.000 – 20.000 Behandlungen durchgeführt.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir kein einziges Mal eine wirkliche ernsthafte Komplikation gehabt. Für die Patienten ist es eine risikoarme, schonende Behandlungsform, die zu natürlichen langanhaltenden Ergebnissen führt.

OL: Gibt es Alternativen zum Facelift?

Dr. H: Aus unserer Sicht nicht. Wenn Hals, Wangen und Augen hängen, müssen Sie angehoben werden, und zwar so schonend wie möglich.

OL: Was halten Sie vom Vampirlifting, vom Fadenlifting, von der Auffüllung mit Hyaluronsäure Produkten usw.?

Dr. H:

Vampirlifting: Ist kein Lifting.

Es wird Blut entnommen, zentrifugiert. Blutplasma wird unter die Haut gespritzt. Man kann dann Monate warten, ob sich das Hautbild verbessert.

Fadenlifting: Ist auch kein Lifting. Mit mehreren Einstichen werden Fäden eingezogen. Man versucht schlaffes Gewebe zusammen zu ziehen bzw. zusammen zu stauchen. Hautüberschuss kann so nicht entfernt werden. Die Fäden sind in der Regel selbstauflösend, so dass der Effekt nach Auflösung der Fäden vorbei ist. Die Haltbarkeit ist begrenzt. Die Prozedur muss regelmäßig wiederholt werden. Bei mechanischer Belastung (hat man falsch gelegen oder die Hand auf die Wange aufgestützt) kann der s. g. Liftingeffekt ganz plötzlich verschwinden.

Auffüllung mit Hyaluronsäure Produkten:
Die Haut hängt noch mehr nach unten, wirkt in vielen Fällen unnatürlich und wird in der Regel relativ schnell vom Körper abgebaut.

Thermage (Wärmeapplikationen auf der Haut):
Kann man sich auch einen warmen Wickel auf die Haut legen.

OL: Warum wird das Softlifting nicht auch in anderen Kliniken durchgeführt?

Dr. H: Man muss es können.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Herberger!